Die Lage im Stadtgebiet

Die Hohe Straße ist die wichtigste Verbindung zwischen der Dortmunder City und dem Messe- und Sportzentrum „Westfalenhallen / Westfalenstadion“.

Die südliche Innenstadt ist nicht nur ein beliebtes Wohngebiet, sondern in zunehmendem Maße auch ein attraktiver Dienstleistungs- und Verwaltungsstandort. Neben dem Polizeipräsidium, welches jenseits der angrenzenden Markgrafenstraße liegt, finden sich in unmittelbarer Nachbarschaft verschiedene Dienstleister, darunter auch große Anbieter wie die Deutsche Telekom oder die Colonia Versicherung. Aber auch diverse gastronomische Betriebe und Hotels vervollständigen das Angebot an diesem Standort.

Die Anbindung an das Fernstraßennetz ist über die B54 (Zuführung zur AI, A2) und die B1 (Zuführung zur A44, A45) als geradezu ideal zu bezeichnen. Aber auch der Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr ist gewährleistet: unter dem Kreuzungsbereich Hohe Straße / Markgrafenstraße befindet sich der U-Bahn-Halt „Polizeipräsidium“ der Stadtbahnlinie U46.

Das Grundstück besteht aus drei Flurstücken und beläuft sich auf insgesamt 213 m². Der Planbereich ist unbebaut und somit baurechtlich als Baulücke zu bezeichnen.


Hohe Straße 102


Hohe Straße 102, Dortmund

2014

Baujahr

14

Monate Bauzeit

1650 m²

Gesamtfläche

Die Planung

Unter Berücksichtigung der benachbarten Bebauung ergibt sich die aus städtebaulicher Sicht konsequente Gebäudekubatur von selbst. Die Gebäude Hohe Straße 100 und Markgrafenstraße 165 geben die Bauflucht und Bauhöhe vor. Daraus ergibt sich ein Baufenster von 5,95 m x 23,20 m = 138,00 m² (Durchschnittsgrößen). Um jedoch gestalterisch Akzente zu setzen und die unglücklich dimensionierte Grundfläche wirtschaftlich ausnutzen zu können, wird von einer strengen Auslegung der Parameter geringfügig abgewichen: Insgesamt 5 Geschosse – überwiegend einer Büronutzung zugeführt – werden abgeschlossen durch eine Flachdachkonstruktion. Die Nachbargebäude, beide 4 Geschosse und geneigtes Dach, werden somit bewusst dominiert; der Übergang zur Nachbarbebauung Hohe Straße 100 wird harmonischer eingepasst, die ortstypische Klinkeroptik wird in diesem Bereich aufgegriffen.

Das Gebäude wird aus ökonomischen und ökologischen Gründen nicht unterkellert. Da die erforderlichen Stellplätze auf dem Grundstück nur mit erheblichem technischen Aufwandeingerichtet werden können, ist vorgesehen, diese in einer benachbarten Parkhausanlage grundbuchlich bzw. sie durch Ablösung bei der Stadt Dortmund zu sichern.

Hauptmerkmal des geplanten Bürohauses wird ein über dem l. Obergeschoss rausragender Glaskörper sein.

Der Kragkörper wird elegant geschwungen in einer Spitze an der Süd-West-Ecke münden und dort dem Bau ein Ausrufungszeichen verleihen. Die komplett verglaste Fassade wird dem Passanten Einblicke in die Obergeschosse gewähren.

Der Bauwerksabschluss am Nordrand des Grundstücks wird davon ausgenommen, er wird der Nachbarbebauung entsprechend massiv ausgeführt und so einen angemessenen Übergang abbilden.

Um die Wirkung der Obergeschosse 2-4 zu betonen wird die Gebäudefront an der Markgrafenstraße im Erd- und l. Obergeschoss ebenfalls geschwungen, leicht zurückgenommen.

Im Erdgeschoss wird eine Ladeneinheit mit den entsprechenden Nebenräumen untergebracht, eine interne Verbindung zum l. Obergeschoss ist denkbar, beide Einheiten können jedoch grundsätzlich eigenständig arbeiten. Am nördlichen Grundstücksrand wird ein Durchgang den Zugang zu den hofseitigen Grundstücksflächen ermöglichen.