Feierliche Grundsteinlegung am Senator-Schwartz-Ring in Soest
Kreis Soest (kso.2010.04.23.171.-rn). Strahlender Sonnenschein empfing am Freitag, 23. April 2010, die 50 Gäste aus Politik und Verwaltung auf dem kreiseigenen Baugelände am Senator-Schwartz-Ring in Soest. Die äußeren Bedingungen stimmten also, als während einer Feierstunde hinter dem Straßenverkehrsamt der Grundstein für das integrierte Rettungszentrum und damit für eines der bedeutendsten Bauvorhaben des Kreises Soest gelegt wurde. Bis zum September 2011 soll es fertig gestellt werden.
NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, Landrätin Eva Irrgang, Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer und Investor Falko Derwald legten gemeinsam Hand an, um neben einigen Münzen und Plänen des Projekts die aktuelle Tageszeitung in eine Kupferrolle zu bugsieren. Falko Derwald erinnerte daran, dass es guter Brauch ist, eine solche Zeitkapsel einzumauern: „Hintergrund ist der Wunsch, der Nachwelt den Namen des Bauherren zu bewahren.“
Der wurde in einer EU-weiten Ausschreibung gefunden. Im Rahmen einer Public Private Partnership (PPP) finanziert, plant, baut und betreibt als privater Investor das Dortmunder Unternehmen Derwald GmbH & Co KG das Gebäude. Der Kreis Soest führt in dieser integrierten Einrichtung die Rettungsleitstelle, die Kreispolizeileitstelle, den Veterinärdienst, den Katastrophenschutz sowie verschiedene Einrichtungen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr zusammen. Vor allem wegen der Einbeziehung der Polizeileitstelle hat das PPP-Projekt Pilotcharakter für ganz Nordrhein-Westfalen.
Mit der Leitstelle ziehe das Herzstück der Polizeiinfrastruktur in das integrierte Rettungszentrum ein, betonte Minister Eckhard Uhlenberg. Durch die gemeinsame Nutzung der räumlichen und technischen Infrastruktur würden nicht nur Einspareffekte erzielt. Die Bürgerschaft profitiere auch von einer Optimierung der Gefahrenabwehr, die durch die Zusammenarbeit von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei in einem Hause erzielt werde. Uhlenberg brach in diesem Zusammenhang eine Lanze für die Kreispolizeibehörden. Sie müssten erhalten bleiben, weil sie nahe an den Bedürfnissen der Menschen arbeiteten.
Landrätin Eva Irrgang dankte der Lenkungsgruppe aus Politik und Verwaltung, die durch ihre Arbeit die Entscheidungsfindung erheblich erleichtert habe. Ebenso stellte sie die Beteiligung von Innenministerium, Polizei und Finanzministerium heraus. Namentlich begrüßte die Verwaltungschefin unter den Gästen den Inspekteur der Polizei, Dieter Wehe, Polizeidirektor Manfred Dinter, Regina Cablitz vom Finanzministerium und Günter Hoffmann von der Task Force, die im Auftrag des Finanzministeriums PPP-Projekte in NRW begleitet.
In ihrer Rede rückte Frau Irrgang noch einmal die Kennzahlen des integrierten Rettungszentrums ins Bewusstsein. Das neue Gebäude hat eine Bruttogrundfläche von 6.000 Quadratmetern und einen Bruttorauminhalt von 36.000 Kubikmetern, Für das Rettungszentrum werden 15,8 Mio. Euro investiert. Zusätzliche 2,36 Mio. Euro fließen in die Modernisierung der Technik der Rettungsleitstelle. Durch die Realisierung als PPP-Projekt ist ein Wirtschaftlichkeitsvorteil von 7,9 Prozent nachgewiesen.
Am Ende hätten sich die besseren Argumente durchgesetzt, nahm Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer Bezug auf die politische Diskussion. Er sprach von einem guten Tag für Soest. Das beispielhafte Projekt stehe aber auch für die Innovationskraft des gesamten Kreises Soest, stellte Ruthemeyer heraus.
Zeitkapsel für die Nachwelt
Gemeinsam deponierten (vorne von links) Minister Eckhard Uhlenberg, Landrätin Eva Irrgang, Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer und Investor Falko Derwald die Kupferrolle mit Münzen, Plänen des Projekts und der aktuellen Tageszeitung im Mauerwerk. Bei der Grundsteinlegung für das integrierte Rettungszentrum des Kreises Soest mit dabei war der Inspekteur der NRW-Polizei, Dieter Wehe (hinten links).



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